USA Teil 1: Kalifornien, Tag 1. Der Strand

Im April 2011 habe ich zwei Wochen in Amerika verbracht.

Von unserem „Stützpunkt“ San Diego aus ging es in Tages-, manchmal auch Mehrtagesausflugen in diverse Nationalparks, die Küste hinauf und bis nach Arizona und Nevada.

Damals war ich noch mit einer im Vergleich zum heutigen Stand recht bescheidenen Fotoausrüstung unterwegs. Die Bilder sind mit einer Nikon D3100 entstanden.

Da es einfach zu viele Bilder für nur einen Beitrag sind werde ich es auf mehrere Posts verteilen.

In München ging es am Nachmittag los. Mit großem Koffer und Handgepäck an der Grenze des zulässigen (Fotoausrüstung) haben wir am Flughafen eingecheckt. Mit der Lufthansa ging es in einem schier endlos langen aber reibungslosen Flug bis nach Chicago. Während die meisten Fluggäste nach dem gar nicht so schlechten Abendessen bis kurz vor der Landung geschlafen haben habe ich mir die Nacht mit dem Bord-Infotainment-Programm um die Ohren geschlagen und auf dem Monitor am Platz nicht nur diverse aktuelle Kinofilme (Harry Potter und The Tourist sind mir in Erinnerung geblieben, die liefen damals gerade frisch im Kino) sondern auch auf einer Live-Weltkarte die derzeitige Position, Höhe und Geschwindigkeit unseres Airbus verfolgt. Die Route führte über Island und Grönland bis an den Polarkreis und dann über die vielen tausend Seen in Kanada zurück gen Süden bis Chicago.

Dort durften wir uns bei den Einreise-Checks erstens in Geduld üben und zweitens wie Schwerverbrecher fühlen. Angesichts der meiner Meinung nach völlig überzogenen Sicherheitsvorkehrungen konnte man durchaus das Gefühl bekommen, man wäre im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ nicht willkommen.

Wie ich hörte, wurden die Checks in der Zwischenzeit nochmals verschärft, was mich trotz der Schönheit und Vielfalt der amerikanischen Landschaften davon abhält dort nochmals einen Urlaub zu verbringen.

Aber auch die nervigste „Immigration“ ist irgendwann überstanden und so sind wir über das riesige Flughafengelände gehetzt um unseren Anschlussflug noch zu erwischen.

In einer kleineren und deutlich weniger luxuriösen Boeing von American Airlines ging es dann in gefühlt endlosen ca. 5-6 Stunden weiter nach San Diego. Endlich am Ziel noch den Mietwagen, der uns für die nächsten zwei Wochen begleiten sollte in Empfang genommen und nach einer aufregenden ersten Fahrt mit ungewohnten Verkehrsregeln und Tempoangaben zur Unterkunft und erst mal ausgeschlafen.

In Amerika sind die Ampeln auf der gegenüberliegenden Seite der Straße angebracht. Dadurch kann man ohne Verrenkungen direkt sehen was los ist, also gar nicht so schlecht aber halt ungewohnt. Auch die Tempoangaben in Meilen statt Kilometer pro Stunde sind ungewohnt, zumindest ich fahre doch oft nach Gefühl und so ist es mir oft passiert das ich gefühlt (wie vorgeschrieben) ~50 (kmh) fuhr, der Tacho dann aber nur 30 (mph) anzeigte was im übermüdeten Zustand doch für Verwirrung sorgte. Im Laufe der Zeit hat man sich aber doch daran gewöhnt.

Nach der ersten Nacht sind wir mit unseren Gastgebern an den Pazifikstrand. Dort führt der Highway 101 entlang, über den man (fast) immer mit Meerblick bis nach San Francisco fahren kann. Auch geht direkt am Strand die eingleisige Bahnstrecke des „Pacific Surfliners“ entlang.

Anders als in Europa scheint es dort völlig normal zu sein, das Fußgänger auf über und neben den Gleisen laufen. Die Züge fahren aber nur einige wenige Male am Tag und sind auch recht gemächlich unterwegs. Der ÖPNV ist in Amerika beweitem nicht so gut ausgebaut wie in Deutschland, fast alle Wege legt man mit dem eigenen PKW zurück.

Uns kam das Wetter mit knapp 20°C schon angenehm warm vor und so sind wir mit T-Shirt, Sandalen und kurzer Hose am Strand entlang gelaufen und haben auch nicht davor zurück geschreckt, ab und an die Füße ins noch arg kalte Meer zu stecken. Unsere Gastgeber hingegen sind andere Temperaturen gewohnt und haben uns in ihre Mäntel gehüllt wohl für geisteskrank gehalten.

Mit Teil 2 geht es hier weiter.

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