Einmal Nordsee und zurück

Ich gehöre zu der Gattung Mensch die gerne verrücktes tut, wozu andere nur den Kopf schütteln. So entschied ich mich Anfang des Jahres innerhalb 24 Stunden an die Nordsee und wieder zurück zu fahren. Natürlich stand dabei das Fotografieren im Fokus.

Freitag Abends um 21 Uhr ging es in Pforzheim los. Für die Nacht gab es Warnungen wegen Eisregen (vielleicht erinnert sich der ein oder andere?). Aber wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe, lasse ich mich davon nicht abbringen.

Die erste Zeit auf der Autobahn war auch nichts von dem angekündigtem Eisregen in Sicht. Irgendwo in der Nähe von Bonn hat es mich dann jedoch erwischt. Ab da ging es nur noch mit maximal 50 km/h weiter. Bei Köln legte ich dann den ersten Zwischenstopp ein und machte mit dem Handy diese beiden Schnappschüsse von meinem Auto:

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So etwas hatte ich noch nie erlebt. Während der Fahrt ist das Auto komplett zugefroren mit einer Eisschicht von etwa 1-1,5 cm, so dass ich beim Aussteigen Mühe hatte die Türe zu öffnen.

Im Schneckentempo ging es dann weiter bis etwa Dortmund, ab da war die Straße wieder frei. Kurz nach 5 Uhr war es dann endlich soweit: Ankunft in Norddeich. Gleich die Kamera ausgepackt und so sind auf dem Deich gleich die ersten Bilder bei Vollmond entstanden.

Nach ca. einer Stunde Powernapping gab es dann in einer Bäckerei erst mal ein ausgiebiges Frühstück, wobei ich bemüht war noch vor Sonnenaufgang wieder unterwegs zu sein. Und es hat sich gelohnt!

Ursprünglich hatte ich geplant den ganzen Tag in Norddeich zu verbringen. Aber es war verdammt kalt und da ich abgesehen von meinem einstündigem Nickerchen schon seit 24 Stunden wach war (ich war ja am Freitag noch normal arbeiten), hatte ich keine Ambitionen mich großartig im Freien aufzuhalten. So entschloss ich mich die Küste entlang zu fahren und unterwegs immer mal wieder Photostops einzulegen.

Mit einem Abstecher über Jever landete ich dann um die Mittagszeit in Wilhelmshaven, wo die letzten Aufnahmen entstanden sind. Da ich nun doch langsam merkte, dass ich an meine Grenzen stieß, entschloss ich mich von dort aus wieder Richtung Heimat zu fahren, wo ich dann um 20 Uhr nach 1455 km in 16 Stunden und 22 Minuten reiner Fahrzeit ankam.

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Nach 39 Stunden (OK – 1 Stunde Nickerchen) wach sein, habe ich mich noch in den 4. Stock geschleppt und bin direkt ins Bett gefallen. Es war ein sehr anstrengender Trip, doch war es auch ein sehr schönes und einmaliges Erlebnis. Ich würde sowas jederzeit wieder machen!

Und nun viel Spaß beim Ansehen der Bilder:

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