USA Teil 4: Downtown San Diego

Im April 2011 habe ich zwei Wochen in Amerika verbracht.

Von unserem „Stützpunkt“ San Diego aus ging es in Tages-, manchmal auch Mehrtagesausflugen in diverse Nationalparks, die Küste hinauf und bis nach Arizona und Nevada.

Damals war ich noch mit einer im Vergleich zum heutigen Stand recht bescheidenen Fotoausrüstung unterwegs. Die Bilder sind mit einer Nikon D3100 entstanden.

Da es einfach zu viele Bilder für nur einen Beitrag sind werde ich es auf mehrere Posts verteilen.

Nach Teil 3  folgt hier nun Teil 4 meines Berichts.

Mitunter braucht man eine extra Motivation, um weiter schreiben zu können.

Diese Motivation hat mich gestern und heute früh ereilt, nachdem Trump per Dekret einer unter rassistischen Gesichtspunkten willkürlich gewählten Bevölkerungsgruppe die Einreise verwehrt hat und sich an vielen Flughäfen in Amerika massive Proteste entwickelt haben.

Den Amerikanern ist die alltägliche Politik meiner Erfahrung nach größtenteils völlig egal, die machen einfach ihr Ding und können das dank der großen von der Verfassung gewährten Freiheitsrechte auch problemlos. Wenn man den Amerikanern aber an dieser Freiheit rüttelt werden sie böse. Und fahren zum Demonstrieren an den Flughafen oder widersetzen sich der Anordnung, nicht mehr über Klimawandel etc. reden zu dürfen.

Die amerikanische Regierung mag völlig durchgeknallt sein, die Bevölkerung ist es aber nicht.

 

Nach unserer Rückkehr von Palm Springs haben wir uns da Wochenende war als nächstes zusammen mit unseren Gastgebern die Innenstadt von San Diego angeschaut.

Während die Stadt sehr großzügig mit dem Platz umgeht ist Downtown alles sehr komprimiert. Die Innenstadt befindet sich rund um den Hafen und auch der Flughafen ist gleich dort um die Ecke, sodass ständig die Flieger zum Greifen nah und höllisch laut über die Köpfe fliegen.

Im Hafen liegen neben unzähligen kleinen Segel- und Motorbooten in privater Hand auch Luxusjachten. Auch Kreuzfahrtschiffe legen dort an und bringen ein internationales Flair in die maritime Umgebung. Direkt daneben liegt der Museumshafen, der mit alten Segelschiffen und einem U-Boot die Besucher anlockt.

Und natürlich darf auch etwas Säbelrasseln nicht fehlen. Die USS Midway, ein Flugzeugträger der US Navy aus den 1940er Jahren, hat hier ihre letzte Ruhestätte gefunden und dient nun als Museum.

Die Ausmaße dieses Kriegsmonstrums sind gigantisch und die Vorstellung, das heutige Flugzeugträger nochmal ein gutes Stück größer sind… eigentlich unvorstellbar.

Vom Hafen aus ging es dann weiter Richtung der großen Coronado Bay Bridge, einem 3,4 km langen Bauwerk, das den kleinen Küstenvorort Coronado mit San Diego verbindet. Am Fuße der Brücke ist ein kleiner Park angelegt, in dem sich allerlei Künstler und Sportler tummeln.

Dort hörten wir auch schon von weitem eine uns wohl bekannte Melodie: „In München steht ein Hofbräuhaus…“, begleitet von einem Akkordeon. Ein in bayrischer Tracht gekleideter Mann stand singend an der Kaimauer und wir staunten nicht schlecht, im fernen Amerika die deutsche Sprache zu hören. Wie sich heraus stellte ist der Herr mit seiner Frau vor vielen Jahren von Frankfurt nach Amerika ausgewandert und versucht sich nun mit diesen Auftritten ein paar Dollar dazu zu verdienen.

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